| Krebelshof
eV. – der Vorstand
- Der Krebelshof eV. hat am 1. Februar 2012 durch die Vorstandsmitglieder beim Amtsgericht Köln Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen Überschuldung gestellt. Hierzu haben wir uns gezwungen gesehen, nachdem uns alarmierende Nachrichten über die Vermögenslage des Vereins zur Kenntnis gelangt sind, die uns bislang nicht bekannt waren. Wir haben unsere Vereinstätigkeit im Ehrenamt, neben Beruf und Familie, betrieben und hatten die Aufgaben der Geschäftsführung seit vielen Jahren auf einen Geschäftsführer, Herrn Telke, übertragen. Herr Telke stand plötzlich krankheitsbedingt nicht mehr zur Verfügung und kann auch derzeit auf Dauer nicht befragt werden. Gleichzeitig werden zunehmend offene Forderungen in einer aus unserer Sicht nicht zu bewältigenden Größenordnung angemahnt. In einer solchen Situation muss aufgrund gesetzlicher Vorschriften sofort Insolvenz angemeldet werden. Ob und inwieweit es bei seiner Geschäftsführung Unregelmäßigkeiten gegeben hat können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sicher beurteilen und möchten Herrn Telke nicht vorverurteilen. Wir gehen derzeit davon aus, dass ihm die vielen zunehmend komplexeren Geschäftsvorfälle und die zunehmenden Anforderungen an eine solche Tätigkeit und Verantwortung über den Kopf gewachsen sind. Wir sind traurig und geschockt und müssen zunächst versuchen, mit Hilfe eines Insolvenzverwalters einen Überblick über die Lage des Vereins zu gewinnen. Das wird schwierig sein und einige Zeit in Anspruch nehmen. Nach jetzigem Stand wird der Verein im Zweifel nicht länger fortbestehen (können). Sämtliche Aktivitäten sind eingestellt. Die Stadt Köln hat den Nutzungsvertrag gekündigt und möchte den Krebelshof zum 29. Februar 2012 übernehmen. Sobald wir Genaueres wissen werden wir laufend über den Stand der Dinge informieren. Wir sind dem Verein und seinen Aktivitäten seit vielen Jahren eng verbunden und hätten nicht im Traum daran gedacht, dass er ein solches Ende finden könnte. Angesichts der jetzigen Lage haben wir – so wie es jetzt aussieht – überhaupt keinen Handlungsspielraum. Norbert Dunschen Winfried Kluth Thomas Thrumann |